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Wartung Märklin Loks mit Trommelkollektor

Dies ist eine Diskussion über 'Wartung Märklin Loks mit Trommelkollektor' in dem Elektronik Forum, Teil der Modelleisenbahn Kategorie; Hallo Jannik Wie versprochen habe ich hier mal eine kleine Anleitung geschrieben wie deine BR86 wieder auf Vordermann gebracht wird. ...

  1. #1
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    Wartung Märklin Loks mit Trommelkollektor

    Hallo Jannik

    Wie versprochen habe ich hier mal eine kleine Anleitung geschrieben wie deine BR86 wieder auf Vordermann gebracht wird.

    Zuerst löst du die kleine Kreuzschlitzschraube die sich auf dem vorderen Dampfdom befindet.

    Ist dieses geschehen wird vorsichtig das Gehäuse abgenommen.

    Bevor die beiden Ankerschildschrauben gelöst werden, verschafft man sich erst einmal ein wenig Luft.
    Die Kabel vorsichtig zur Seite ziehen und die beiden Federn der Kohlen nach oben hin aushebeln.



    Jetzt werden die beiden Schrauben entfernt und das Motorschild vorsichtig vom Magneten abgehoben.

    Ab jetzt wird es ekelig und ist nichts für schwache Nerven. Deutlich erkennt man den verölten 5 poligen Trommelkolllektor.



    Zuerst den Anker herausziehen und anschließend den Magneten entfernen:



    Hier sieht man deutlich wie sich das Öl-Kohlegemisch im Laufe der Zeit auf dem Kollektor eingearbeitet hat. Deutlich sieht man jetzt die beiden Kohlen. Diese werden jetzt entfernt.

    Mit einen fusselfreien Tuch werden alle Innereien, sowie die Kollektoroberfläche gereinigt. Ich benutze dazu Dampföl mit dem ich das Tuch leicht benetze.

    Jetzt kommt es....
    Die Spalten des Kollektors mit einen Zahnstocher freikratzen !
    Wenn der Kollektor Riefen zeigt nehme ich auch schon einmal 800er Schleifpapier um ihn zu glätten.

    Dieses ist übrigends eine gute Gelegenheit den mechanischen Rundlauf der Lok zu überprüfen. Bei ausgebauten Motor einfach mal die Räder drehen.
    Die Zahnräder müssen geschmeidig laufen und dürfen unter keinen Umstand an irgendeiner Stelle haken. Sollte dies der Fall sein wird sich wagrscheinlich etwas in die Zahnräder gesetzt haben. Also am besten mit Dampföl reinigen und den Fremdkörper entfernen.

    Jetzt geht es ans abschmieren. Die Lagerenden zum Motorschild und Getriebe bekommen einen ganz kleinen Öltropfen.



    Ist das passiert....
    Magneten aufsetzen (auf die Führungslöcher achten), und den Anker so einführen das er in das Zahnrad eingreift.
    Nun wird das Motorschild aufgeschraubt. Hier auf keinen Fall Gewalt anwenden. Das passt alles flutschend. Alle Übergänge vom Schild über den Magneten zum Getriebegehäuse sind plan anliegend.

    Zuletzt spendiere ich der Lok ein paar neue Kollektorbürsten:

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	019sd..jpg
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Größe:	56,5 KB
ID:	60

    Hier muss beim Einfädeln der beiden Federdrähte unbedingt darauf geachtet werden das sie in die Nut der Kohle greifen.

    Gehäuse drauf....
    Fertig.
    Geändert von Michael.E (16.03.2010 um 19:53 Uhr)
    Viele Grüße

    Michael


  2. #2
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    Besten Dank, ich werd mich die Tage mal dransetzen..sehr informativ geschrieben, das Thema sollte man pinnen!

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  3. #3
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    Guten Abend Jannik

    Das war mehr ein Wartungsbeispiel.
    Profis legen ihre Lokomotiven (natürlich ohne Elektronik) in ein Ultraschallbad.
    Oftmals wird dieses Verfahren bei Loks angewendet wo durch Ölverharzung oft gar nichts mehr geht.

    Anschließend muss die Lok komplett (auch die Achslager) neu eingefettet/ geölt werden.

    Vielleicht noch ein paar Infos zu deiner 86 er.
    Es ist bestimmt aufgefallen das sie im Betrieb relativ viel Lärm macht. Märklin hat hier ein Kunstoffgehäuse verwendet das als Resonanzkörper fungiert
    Viel machen lässt sich da nicht.

    Um auf den Startpackungspreis zu kommen wurde ebenso ein Spardecoder eingebaut. Berauschend sind dessen Fahreigenschaften nicht.

    Aus diesen Grund werde ich demnächst einen ESU Lokpiloten einbauen der über weitaus überzeugendere Eigenschaften verfügt.
    Zusätzlich erhalte ich einen weiteren Funktionsausgang. Vielleicht wird sie auch bald einen Rauchgenerator erhalten .
    Mal schauen ob der Platz für einen Lautsprecher reicht. Vielleicht nehme sogar einen Sounddecoder.

    Wenn ich jetzt jemanden finden würde der Platinen herstellen kann....
    Ungeahnte Möglichkeiten eröffnen sich.
    Viele Grüße

    Michael


  4. #4
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    Soll ich dir mal zuflüstern, dass wir in unserer Werkstatt platinen ätzen können? Aber denke das ist beim ausbilder nicht gern gesehn :P Gibt es nicht mittlerweile dienste, die sowas online anbieten?Könnt ich mir gut vorstellen.-...
    Gruß
    Kein Puls, kein Ton-Wir kommen schon!

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  5. #5
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    Hallo Michael,

    willst Du das nicht selbst machen? Es ist garnicht schwer.....
    1. Layout erstellen mit "Rubbelzeichen" auf Transparentpapier
    2. Platine (fotobeschichtet) erwerben (Conrad, Reichelt etc.)
    3. Das Layout seitenrichtig auf die Platine legen und mit einer Glasscheibe beschweren (KEIN Crystallglas!)
    4. ca. 3 - 5 Minuten mit einer Höhensonne o.Ä. belichten (UV- Licht.... es geht auch mit der Sonne)
    5. in einer Lösung aus 7 Gramm Ätznatron und 1 Ltr. Wasser die belichtete Platine entwickeln und gut abspülen (VORSICHT: stark ätzend!)
    6. in einem Ätzbad aus Eisen III Chlorid ätzen (Es gibt auch andere Ätzmittel, bei Conrad mal fragen)
    7. bohren
    8. fertig.

    Viel Glück und Spaß

    Charly

    Darf ich bei der Erstellung des Layouts behilflich sein ?
    Geändert von Charly1945 (17.03.2010 um 17:21 Uhr) Grund: Nachtrag:

  6. #6
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    Hallo Charly

    Das hört sich ja recht einfach an.
    Mir kommen auch schon die ersten Ideen.
    ZB. könnte man überall die alten Glühlampen rauswerfen und mit Led Platinen ersetzten.

    Nur die Zeit .

    Wie sieht das eigentlich bei Spur N Lokomotiven aus? Wie funktioniert dort die Beleuchtung? LED, Glühlampen?

    Aber Charly, deinen Ansatz finde ich nicht schlecht. Ein Thema für dieses klasse Forum wäre doch mal eine bebilderte Anleitung zum Ätzen ( die Platinen ).
    Viele Grüße

    Michael


  7. #7
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    Hallo Jannik

    Zitat Zitat von Jannik Beitrag anzeigen
    Gibt es nicht mittlerweile dienste, die sowas online anbieten?Könnt ich mir gut vorstellen.-...
    Gruß
    Ja, ich habe sogar einen Ätzdienst an der Hand.
    Aber den muss man sich immer schön warm halten .

    Du weißt ja, die Jungs sind immer beschäftigt und haben nie Zeit.
    Viele Grüße

    Michael


  8. #8
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    Zitat Zitat von Jannik Beitrag anzeigen
    Soll ich dir mal zuflüstern, dass wir in unserer Werkstatt platinen ätzen können? Aber denke das ist beim ausbilder nicht gern gesehn :P Gibt es nicht mittlerweile dienste, die sowas online anbieten?Könnt ich mir gut vorstellen.-...
    Gruß
    ....und lenk mal nicht vom Thema ab.

    Schraubenzieher raus, Lappen her und nachmachen .
    Ich will endlich eine rundlaufende Lok sehen.
    Viele Grüße

    Michael


  9. #9
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    Hallo Michael,

    ich da Du ja jetzt gezeigt hast wie man die Lok zerlegt, werde ich mal versuchen meine etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und vielleicht lässt sich da ja wirklich was mit Sound machen, aber bei Kunststoffgehäuse
    Eine neue Platine ist kein Problem, muß ja eine meiner bestehenden nur anpassen
    Aber Rauch wird nicht so einfach da unter dem Schornstein wohl nicht genug Platz ist

    Gruß
    Volker
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  10. #10
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    Hallo Volker

    Zitat Zitat von Volker Beitrag anzeigen
    Aber Rauch wird nicht so einfach da unter dem Schornstein wohl nicht genug Platz ist
    Die Seuthe Seite geht im Moment nicht zu öffnen. Ich denke da an die Größe des 20 E. Ich meine das Teil sogar schon mit Kabelanschlüssen gesehen zu haben.

    Unabhängig davon denke ich wird das größte Problem die Temperatur sein. Ein Plastikschlot wird sich mit Hitze schwer vertragen.
    Geändert von Michael.E (19.03.2010 um 19:38 Uhr)
    Viele Grüße

    Michael


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