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Hausbeleuchtung mit LED

Dies ist eine Diskussion über 'Hausbeleuchtung mit LED' in dem Elektronik Forum, Teil der Modelleisenbahn Kategorie; Hallo Was LED Beleuchtungstechnik betrifft bin ich eine absolute Null. In einen anderen Beitrag habe ich ja bereits angerisssen das ...

  1. #1
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    Hausbeleuchtung mit LED

    Hallo

    Was LED Beleuchtungstechnik betrifft bin ich eine absolute Null. In einen anderen Beitrag habe ich ja bereits angerisssen das ich mich auf dem Energiespartrip bei Weichenbeleuchtungen befinde.

    Wie sieht es eigentlich bei Hausbeleuchtungen aus?

    Hätte ich einen nenneswerten Vorteil auch diese umzustellen?
    Wie ist die Lebensdauer?
    Kann sich da auch ein Laie mit der Löttechnik vertraut machen?
    Was brauch ich überhaupt?
    Viele Grüße

    Michael


  2. #2
    Administrator Avatar von Christian
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    Hey Michael,

    da hast du ja jetzt die richtige Frage gestellt .

    Erstmal muss geklärt werden was für Häuser oder Gebäude zu beleuchten möchtest.

    Für Industriegebäude empfehlen sich kaltweiße oder xenonartige LEDs. Diese sind von der Lichtfarbe wie kaltes Leuchtstoffröhrenlicht.

    Wenn du Wohnhäuser beleuchten willst empfehlen sich warmweiße oder sogar gelbe LEDs.
    Was für welche du verwendest ist in der Regel egal wichtig ist nur das diese einen Breiten Abstrahlwinkel haben. Daher verwende ich sehr gerne SMD LEDs speziell die Bauform 1206 und PLCC2.

    Wichtig ist das jede LED mit einem Vorwiderstand versehen wird. Dieser sogt dafür das durch die LED nicht mehr Strom fließt als sie aushält.

    Es ist aber nicht damit getan ein Häuschen herzunehmen und dort eine LED einzubauen. Wenn das ganze Professionell aussehen soll müssen von innen die Wände geschwärzt werden (damit das Licht nicht durch die Hauswände scheint). Das Haus mit Pappe in einzelne Zimmer eingeteilt werden und dann entsprechend Beleuchtet werden.

    Jedes Zimmer kann ruhig eine eigene LED (ruhig warmweiß und gelb) bekommen. Die eine mit einem hohen Vorwiderstand die andere mit einem niedrigem. So scheint es, dass in jedem Raum die Beleuchtung anders ausschaut. Zuhause hat man ja auch nicht in jedem Zimmer die gleiche Stehlampe.

    Welche Vorteile hat die LED Technik?
    Die LED Technik hat den Vorteil, dass diese viel weniger Strom als die konventionellen Glühlampen benötigen. Wer eine ältere Anlage hat und diese ausschließlich mit Glühlampen beleuchtet hat wird feststellen wie schnell ein Modellbahntrafo an seine Grenzen stoßen kann.
    Auch nicht zu vernachlässigen ist der Wartungsaufwand. Eine vernünftig installiere LED hält ein Leben lang. Die Herstellerangaben beziehen sich oft auf über 100.000 Betriebsstunden.
    Und wo wir grade beim Häuserbeleuchten sind, kann man noch miterwähnen das eine LED so gut wie keine Wäre entwickelt. Die Modellweltbewohner mit Glühlampen als Leuchtmitteln brauchen sich keine Gedanken über zu hohe Heizkosten machen.

    Kann sich da auch ein Laie mit der Löttechnik vertraut machen?
    Da sage ich immer probieren geht über studieren. Ich empfehle ein paar Lötübungen mit dünnen Kupferkabeln / Litzen. Abisolieren, verdrillen und verzinnen wieder und wieder. Dann kann man sich an ein paar 5mm LEDs rantrauen usw. Man wird schon merken das sich dafür ein Gefühl entwickelt.

    Was brauch ich überhaupt?
    Neben den Bauteilen für die Häuserbeleuchtungen gehört zu einer Guten Lötausrüstung folgendes:

    Digitale Lötstation mit ca. 30 Watt
    - 1mm starkes Lötzinn
    - Feuchten Lappen / Schwamm
    - Elektronikerseitenschneider
    - Elektronikerzange
    - Ruhiges Händchen

    Ich hoffe ich konnte dir und den Mitlesern ein wenig weiterhelfen
    Christian

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
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    Nabend Christian

    Zitat Zitat von Christian Beitrag anzeigen
    Neben den Bauteilen für die Häuserbeleuchtungen gehört zu einer Guten Lötausrüstung folgendes:

    Digitale Lötstation mit ca. 30 Watt
    - 1mm starkes Lötzinn
    - Feuchten Lappen / Schwamm
    - Elektronikerseitenschneider
    - Elektronikerzange
    - Ruhiges Händchen

    Ich hoffe ich konnte die und den Mitlesern ein wenig weiterhelfen
    Christian

    Schön. Das habe ich mir alles organisiert .

    Und wie verbinde ich das alles zu einer sinnvollen Einheit?

    Gibt es da einige Grundregeln die zu beachten sind?

    Wie funktioniert das Aus/ Einlöten?
    Da war doch was mit Plus und Minus bei den LED?
    Wie bekomme ich das raus?

    Fragen über Fragen.

    Also, wo das gefährliche Ende am Lötkolben ist weiß ich schon.
    Ist doch auch was.
    Viele Grüße

    Michael


  4. #4
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    Moin,
    bei den 3 und 5 mm LED musst du an das kurze Bein Minus und an das lange Bein Plus anlegen, google mal bei Bildern nach "LED-Anschluss" oder so, da gibts ganz schöne Schnittzeichnungen.Was für eine Lötstation hast du?Zu große Lötstationen sind nicht empfehlenswert, wenn man da mit einem großen Kolben zulange an den Anschlussbeinen "rumbrät" können die auch mal zerstört werden-da brauch es aber schon einigen Aufwand zu Und ganz ganz wichtig ist die Berechnung des Vorwiderstandes!Wenn die direkt an den Trafo angelegt werden, qualmts nur einmal kurz...
    Widerstandsberechnung des Vorwiderstandes an LED s Widerstand Online Berechnung mit Widerstands Rechner, Widerstandscode entschl


    Da ist noch ne sehr schöne Seite: Bei Betriebsspannung gibst du die Versorgungsspannung ein, also beim Modellbahntrafo z.b. 16 V, bei Durchlassspannung die Betriebsspannung der LED (sollte auf dem Datenblatt mit bei stehn, das gleiche beim Durchlassstrom.)

  5. #5
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    Ausrufezeichen Achtung!

    Hi, sorry das ich mich einmische. "Eine zu große Lötstation.." was ist das? Die physikalische Größe der Station spielt eigentlich keine Rolle, wichtig ist die richtig dimensionierte Spitze am Lötkolben. Zur Leistung des Lötkolbens kann ich nur sagen, je mehr desto besser. Selbst die großen Hersteller sind alle von 30 (50W) auf 80W Lötkolbenleistung geschwenkt. Das hat den Vorteil verkürzter (schnellerer) Anheizzeiten und falls erforderlich, genug Energienachschub bei z.B. dicken Leitungen und Masseflächen.

    Wichtig beim löten ist: je höher die Temperatur am Lötkolben, desto schneller verdampft das Flüssmittel, die Materialien oder Bauteile heizen schneller auf und eine Lötstelle wird in sehr kurzer Zeit nicht mehr möglich. Bei zu kalter Spitze benetzt das Flussmittel die Lötflächen nicht richtig, das Zinn wird nicht richtig flüssig sondern bleibt "breiig" und man lötet und lötet ohne brauchbares Ergebnis. Aber auch dabei kann man die Bauteile sehr schnell an ihre Belastbarkeitsgrenzen bringen.

    Sollte die Lötstelle nicht innerhalb von 2-3 sec. gelungen sein, Bauteile abkühlen lassen, etwas neues Flussmittel (z.B. Löthonig) auf die Zinnfragmente und dann nochmal versuchen.

    Wenn ich z.B. 40 pol. Steckerleisten in eine LP löte, dann mit viel Power (also die Station auf hohe Temperaturen stellen damit genug Energie nachgeschoben wird. So schaffe ich eine Lötstelle in 0,75 sec. Bei 300°C an der Staion funzt das nicht, der Kolben kühlt zu sehr aus. (Das Beispiel ist für verbleites Löten!)

    Beim bleifreien Löten sollte man die Temperatur bei normalem Gebrauch (Beinchen knicken, Teil in die Platine stecken, abknipsen, löten) nicht über 320°C an der Station stellen. Die Spitzen verschleißen sonst innerhalb von 30 Minuten durch das Lötzin. Es entsteht ein glasartiger "Belag" auf der Lötspitze. Dieser Belag ist ein super (Wärme) Isolator und nimmt kein Zinn mehr an.
    Beim bleifreien Löten ist auch der feuchte Schwamm ein absolutes NO-GO!!! Der besagte Belag wird durch das abschrecken auf dem Schwamm "gesprenkt". Leider auch die Spitzen-Oberfläche die mit dem Belag eine Art unlösbare Verbindung eingegangen ist. Also wenn bleifrei, dann nur mit Metallschwamm, Spitzenpflege-Paste und Spitzen-Schleifstein!...

    Beim Löten ist es wie mit allen Dingen die Menschen machen - Übung macht den Meister, also nicht verzagen, ran an die Kolben und üben, üben, üben

    Zu LEDs:

    Vorwiderstände sind leider nicht alles. Es gibt da noch die sogenannte Sperrspannung. Dies liegt bei LEDs oft im Bereich von 5V. Wenn also die Halbwelle vom Trafo an der Diode anliegt die nicht für das Leuchten zuständig ist, dann liegen an der Diode in Sperrrichtung eventuell bis zu über 20V an. Auch das kann die LED zerstören. Als abhilfe kann man mit einer zweiten Diode oder einer Z-Diode (je nach Beschaltung) die Zerstörung verhindern.

    Auf die 20V komme ich, da die Zubehörtrafos sehr "weich" gewickelt werden. Je weniger Leistung den Trafos entnommen wird, desto höher ist die Spannung (Leerlaufspannung) am Trafoausgang. Der aufgedruckte Wert stimmt oft nur wenn die angeschlossenen Verbraucher nahe der Belastungsangabe auf dem Trafo sind. Wenn man dann noch einen Gleichrichter mit Lade-Elko vor die LEDs (also hinter den Trafo) setzt wird es dann richtig schlimm was die Spannungen angeht.
    Am besten kurz mit einem Voltmeter die Werte überprüfen und dann den Widerstand ausrechnen!
    Geändert von Ronald (10.03.2010 um 00:28 Uhr)

  6. #6
    Administrator Avatar von Christian
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    Hey Ronald,

    dein Beitrag ist zwar schon etwas länger her, doch ich wollte noch einmal ein DANKE loswerden für die klasse Ergänzung.

    Viele Grüße
    Christian

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