+ Antworten
Seite 1 von 2
1 2 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 17

Umbau einer Märklin 6021 zur 80 f

Dies ist eine Diskussion über 'Umbau einer Märklin 6021 zur 80 f' in dem Digital Forum, Teil der Elektronik Kategorie; Die Märklin control unit 6021 ist das eigentliche Hirn der digitalen Steuerung. Sie beinhaltet die Bedien- Platine und im Unterteil ...

  1. #1
    Benutzer
    Registriert seit
    01.03.2010
    Ort
    Dormagen
    Beiträge
    57

    Umbau einer Märklin 6021 zur 80 f

    Die Märklin control unit 6021 ist das eigentliche Hirn der digitalen Steuerung. Sie beinhaltet die Bedien- Platine und im Unterteil einen kompletten Booster. (Für Neulinge: Booster = Verstärker)
    Diese Geräte (6021) sind, da sie sehr oft produziert wurden, recht preiswert in den Auktionshäusern zu bekommen. Schlecht, bzw. teuer, sind jedoch die einfacheren Bedieneinheiten 80 f, mit denen man über die 6021 – Station eine zweite Lok (oder auch mehrere) steuern kann. 80 f Geräte, die an der rechten Seite der 6021 aufgesteckt werden, sind oft doppelt so teuer, wie die 6021. Um dennoch in den Genuss einer zweiten Bedieneinheit zu kommen, kann man aus einer alten 6021, die meist im unteren Elektronikteil defekt sind, das Oberteil separat anschließen.

    Dazu geht man folgendermaßen vor:


    1. das Gehäuse der zukünftigen 80 f muss geöffnet werden.
    Mit einem kleinen Bohrer (1,5 – 2 mm) wird mitten in die seitlichen Plastiknieten ein kleines Loch gebohrt. Dort hinein dreht man eine kleine Schneidschraube, Holzschraube o. Ä. und zieht an deren Kopf die Niete aus dem Gehäuse. Wenn man dies mit ein wenig Gefühl macht, kann man diese Nieten später wieder einsetzen. Bei mir gelang dies nicht auf Anhieb, daher habe ich
    das Gehäuse mit 4 mm – Senkkopfschrauben (M4 x 6) zugeschraubt.

    2. Ober – und Unterteil vorsichtig auseinanderklappen. Nur das Bedienteil wird benötigt. Die Platine im Fußteil mit dem Booster kann ausgebaut werden.

    3. Da die beiden Teile nun mit einem Flachbandkabel (10 Pole) zusammenhängen, nehmen wir die untere Platine aus ihrem Gehäuse und trennen dieses Flachbandkabel an der
    unteren Platine. Der Einfachheit halber habe ich anschließend dieses Flachband gespleißt, also in einzelne Adern aufgeteilt und beschriftet.

    4. Am Flachbandkabel, (ca. 15 cm)das eigentlich von einem Diskettenlaufwerk stammt, wurden dann mit Hilfe des übrig gebliebenen Unterteils, die Adern nach Schaltbild „durchgeklingelt“; Ein elektrisch oder elektronisch Versierter kann dabei helfen. Eine Reihe der Stecker ist ohnehin „durchgeschleift“

    5. Nach Schaltbild werden dann die Adern mit den Drähten des Oberteils verbunden und isoliert. (je nach Geschmack mit Isoband oder Schrumpfschlauch). Den Draht # 6, der nur zur Erweiterung „nach rechts“ zum Interface oder einer zweiten 80 f geführt wird, nicht abschneiden! Er wird später noch gebraucht. Auch die Beschriftung nicht entfernen, sie dient später der erleichterten Erweiterung.


    6. Ganz wichtig: Jetzt nochmals die Adern prüfen, denn ein Falschanschluss bedeutet meist, dass die „Zweite“ nicht so will, wie angedacht.

    7. Durch die linke Öffnung der „Neuen“ 80 f wird dann das Kabel herausgeführt (ein wenig Platz sollte zum Einstecken verblieben sein) und die hintere Öffnung des Unterteiles wird mit einem Karton verschlossen. Kritisch ist hier nichts, denn wir haben es mit Spannungen zu tun, die nicht über 18 Volt hinausgehen und daher ungefährlich sind.

    8. Strom abschalten (sollte eigentlich grundsätzlich sein!)

    9. Das Flachband der „Neuen“ an der rechten Seite der 6021 einstecken

    10. Alle Funktionen ausprobieren.

    Bei mir klappte das auf Anhieb und seither freue ich mich darüber, etliche Euronen in den weiteren Ausbau meiner Anlage stecken zu können.

    Umbau einer Märklin 6021 zur 80 f-jpg Umbau einer Märklin 6021 zur 80 f-jpg Umbau einer Märklin 6021 zur 80 f-jpg

  2. #2
    Administrator Avatar von Christian
    Registriert seit
    23.02.2010
    Ort
    Eckersdorf
    Beiträge
    238

    Daumen hoch

    Den Thread habe ich erstmal festgepinnt, da ich den Beitrag klasse finde . Was zum kröhnenden Abschluss noch fehlt ist ein Foto vom fertigen Umbau.

    Schade das mir momentan die Zeit und der Platz fehlt meine Modellbahn wieder aufzubauen und herzurichten. Wenn man soetwas ließt dann bekommt man richtig lust dazu.

  3. #3
    Benutzer
    Registriert seit
    01.03.2010
    Ort
    Dormagen
    Beiträge
    57
    Hallo Christian,

    Dein Wunsch ist mir Befehl.

    Gruß Charly
    Angehängte Grafiken

  4. #4
    Administrator Avatar von Christian
    Registriert seit
    23.02.2010
    Ort
    Eckersdorf
    Beiträge
    238
    Hehe schneller als die Polizei erlaubt .

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    13.03.2010
    Beiträge
    2
    Hallo Charly.
    Was sind in der 6021er für Funktionstasten verbaut?
    Kann ich die soeinfach auswechseln?
    Gruß
    Johannes

  6. #6
    Benutzer
    Registriert seit
    01.03.2010
    Ort
    Dormagen
    Beiträge
    57
    Hallo Johannes,

    Alle Tasten in den Märklin - Schalt- und Regelpulten sind gleichartig aufgebaut. Sie bestehen aus einem Plastikteil, das locker im Gehäuse steckt und einem kleinen "Knackfrosch", der durch den Stöpsel "bedient wird.
    Ich schraube gerade mal wieder ein Teil auf....
    Knackfrösche: 6 x 6 x 10 mm (handelsübliche Minitaster (habe ich bei Conrad bekommen)
    Die Plastikteile in rot und grün gehören wohl zum Gehäuse und sind im Handel bestimmt nicht zu bekommen.

    Auswechseln der Knackfrösche:
    Gehäuse öffnen und mit den Knöpfen nach unten auf den Tisch legen.
    Platine oben ist mit 4 kleinen Schrauben befestigt.
    Die Knackfrösche, die defeklt oder schwergängig sind, mit Entlötlitze / oder einer Vakuumpumpe auslöten. Die Lötstellen sind durchkontaktiert, daher braucht es etwas Geduld, diese herauszubekommen. Falls die Löcher nicht frei von Lot sind, kann man diese entweder m,it einem spiutzen Bleistift unter zuhilfenahme eines Lötkolbens oder durch aufbohren mit einem 0,8 mm - Bohrer wieder frei bekommen.
    Dann: neuen Knackfrosch einlöten und in umgekehrter Reihenfolge das Ganze wieder zusammenbauen. Hierbei auf die Plastikstöpsel achten, die sich gerne mal "verflüchtigen" oder die Knackfrösche nicht so richtig treffen.
    Das Ganze ist ein kleines Geduldsspiel. (siehe Bilder)
    Viel Erfolg, die Mühe, kaputte Frösche auszutauschen lohnt allemal !
    Gruß

    Charly


    Übrigens: Die Gehäuse sind von Märklin mit Plastiknieten verschlossen worden. Diese bekommt man wie folgt "heraus":
    In jede Niete ein kleines Loch bohren (etwa 0,8 - 1 mm) und dann mit einer Schienenschrabe die Niete herausziehen. So kann man diese später wieder einstecken oder durch entsprechende Schrauben ersetzen.
    Angehängte Grafiken
    Geändert von Charly1945 (13.03.2010 um 11:21 Uhr) Grund: Nachtrag

  7. #7
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    13.03.2010
    Beiträge
    2
    Hallo Charly.
    Danke für die rasche Antwort.
    Dann werde ich mal bei Conrad schauen ob ich die Taster bekomme. Bei mir sind 3 Funktionen bei 6021 und 6080, die sich nur nach mehrmaligen drücken auslösen lassen.
    Gruß
    Johannes

  8. #8
    Benutzer
    Registriert seit
    01.03.2010
    Ort
    Dormagen
    Beiträge
    57
    Johannes, ich habe noch einige auf Lager, falls Du sie nicht findest. Im Internetkatalog sind sie leider nicht mehr aufgeführt....Meine Mail ist ja offen...

    Gruß

    Charly

  9. #9
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    04.03.2010
    Ort
    Mahlow
    Beiträge
    322
    Hallo Charly

    Hat nicht ganz mit dem Umbau zu tun.

    Du hast sie ja schon einmal offen gehabt.
    Kannst du etwas zu den Drehreglern sagen? Meine schlabbern wie ein Ochsenschwanz ( die Drehregler ).
    Ist dort eine Feder oder Zunge die vielleicht nachgebogen werden kann so das wieder eine Rastung spürbar ist?
    Viele Grüße

    Michael


  10. #10
    Benutzer
    Registriert seit
    01.03.2010
    Ort
    Dormagen
    Beiträge
    57
    Hallo Michael,

    ich denke, da es mit der 6021 zu tun hat, ist das hier auch in Ordnung. Christian möge die entsprechenden Beiträge "verschieben"....
    Zu dem Drehregler, der eigentlich kein Regler ist, sondern eine dünne Klammer, die sich über codiert geätzte Leiterplattenfelder "bewegt".
    Ich mache grundsätzlich nach einem Ausbau der oberen Platine folgendes:
    Durch vorsichtiges zusammendrücken der Plastiknasen am "Regler" kann man den Schaltschieber ausbauen und mit Gefühl nachbiegen, so daß er wieder kräftig schleift. Etwas hochwertiges Kontaktfett sorgt dafür, daß der Schleifer nicht so hakelt und quitscht. Erst dann baue ich die Platine wieder ein.
    Nicht vergessen, vorher sowohl den Knebel, als auch den Schaltschieber in die linke Ausgangslage zu stellen.

    Gruß
    Charly

+ Antworten
Seite 1 von 2
1 2 LetzteLetzte

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.