Die Märklin control unit 6021 ist das eigentliche Hirn der digitalen Steuerung. Sie beinhaltet die Bedien- Platine und im Unterteil einen kompletten Booster. (Für Neulinge: Booster = Verstärker)
Diese Geräte (6021) sind, da sie sehr oft produziert wurden, recht preiswert in den Auktionshäusern zu bekommen. Schlecht, bzw. teuer, sind jedoch die einfacheren Bedieneinheiten 80 f, mit denen man über die 6021 – Station eine zweite Lok (oder auch mehrere) steuern kann. 80 f Geräte, die an der rechten Seite der 6021 aufgesteckt werden, sind oft doppelt so teuer, wie die 6021. Um dennoch in den Genuss einer zweiten Bedieneinheit zu kommen, kann man aus einer alten 6021, die meist im unteren Elektronikteil defekt sind, das Oberteil separat anschließen.
Dazu geht man folgendermaßen vor:
1. das Gehäuse der zukünftigen 80 f muss geöffnet werden.
Mit einem kleinen Bohrer (1,5 – 2 mm) wird mitten in die seitlichen Plastiknieten ein kleines Loch gebohrt. Dort hinein dreht man eine kleine Schneidschraube, Holzschraube o. Ä. und zieht an deren Kopf die Niete aus dem Gehäuse. Wenn man dies mit ein wenig Gefühl macht, kann man diese Nieten später wieder einsetzen. Bei mir gelang dies nicht auf Anhieb, daher habe ich das Gehäuse mit 4 mm – Senkkopfschrauben (M4 x 6) zugeschraubt.
2. Ober – und Unterteil vorsichtig auseinanderklappen. Nur das Bedienteil wird benötigt. Die Platine im Fußteil mit dem Booster kann ausgebaut werden.
3. Da die beiden Teile nun mit einem Flachbandkabel (10 Pole) zusammenhängen, nehmen wir die untere Platine aus ihrem Gehäuse und trennen dieses Flachbandkabel an der unteren Platine. Der Einfachheit halber habe ich anschließend dieses Flachband gespleißt, also in einzelne Adern aufgeteilt und beschriftet.
4. Am Flachbandkabel, (ca. 15 cm)das eigentlich von einem Diskettenlaufwerk stammt, wurden dann mit Hilfe des übrig gebliebenen Unterteils, die Adern nach Schaltbild „durchgeklingelt“; Ein elektrisch oder elektronisch Versierter kann dabei helfen. Eine Reihe der Stecker ist ohnehin „durchgeschleift“
5. Nach Schaltbild werden dann die Adern mit den Drähten des Oberteils verbunden und isoliert. (je nach Geschmack mit Isoband oder Schrumpfschlauch). Den Draht # 6, der nur zur Erweiterung „nach rechts“ zum Interface oder einer zweiten 80 f geführt wird, nicht abschneiden! Er wird später noch gebraucht. Auch die Beschriftung nicht entfernen, sie dient später der erleichterten Erweiterung.
6. Ganz wichtig: Jetzt nochmals die Adern prüfen, denn ein Falschanschluss bedeutet meist, dass die „Zweite“ nicht so will, wie angedacht.
7. Durch die linke Öffnung der „Neuen“ 80 f wird dann das Kabel herausgeführt (ein wenig Platz sollte zum Einstecken verblieben sein) und die hintere Öffnung des Unterteiles wird mit einem Karton verschlossen. Kritisch ist hier nichts, denn wir haben es mit Spannungen zu tun, die nicht über 18 Volt hinausgehen und daher ungefährlich sind.
8. Strom abschalten (sollte eigentlich grundsätzlich sein!)
9. Das Flachband der „Neuen“ an der rechten Seite der 6021 einstecken
10. Alle Funktionen ausprobieren.
Bei mir klappte das auf Anhieb und seither freue ich mich darüber, etliche Euronen in den weiteren Ausbau meiner Anlage stecken zu können.
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. Was zum kröhnenden Abschluss noch fehlt ist ein Foto vom fertigen Umbau.
).

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